{"id":2767,"date":"2022-10-22T15:29:41","date_gmt":"2022-10-22T13:29:41","guid":{"rendered":"http:\/\/kanu-club-mannheim.de\/?p=2767"},"modified":"2022-10-22T15:29:41","modified_gmt":"2022-10-22T13:29:41","slug":"bericht-3-10-illingen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/kanu-club-mannheim.de\/?p=2767","title":{"rendered":"Bericht 3.10, Illingen"},"content":{"rendered":"\n<p>Am Tag als der Regen kam<br>An diesem Tag, es war Freitag, der 30. September fuhren wir frohen Mutes und bei<br>sonnigem Wetter in kurzen Hosen nach Elchesheim-Illingen, um am verl\u00e4ngerten<br>Wochenende noch einmal die Campingausr\u00fcstung f\u00fcr dieses Jahr zu nutzen, bevor sich<br>winterfest gemacht wird. Die Fahrt ging z\u00fcgig \u00fcber Karlsruhe bis wir in die idyllische Wildnis<br>am Goldkanal eintauchten. Auf dem Campingplatz des PC Illingen waren wir die Ersten und<br>wir begannen mit dem Aufbau. Lia, Jiri und Nils bauten ihr neues Zelt auf und Kirsten und ich<br>stellten den Wohnwagen und entschlossen uns, auch das Vordach anzubringen, denn der<br>Wetterbericht verhie\u00df nichts Gutes. Benjamin vom PCI \u00fcberreichte uns den dortigen<br>Bootshausschl\u00fcssel mit den Worten, \u201edas sind ja die Hardcore-Camper\u201c und grinste. Er hatte<br>den Wetterbericht wohl auch geh\u00f6rt.<br>Hajo stellte seinen Wohnwagen neben unseren und Claudia und J\u00fcrgen ihren gegen\u00fcber<br>unter die alte Eiche. Auch Hannah und Hannes trafen mit ihrem ausgebauten Caddy gerade<br>noch rechtzeitig ein und dann ging es los. Erst nur ein paar Tropfen. Die wurden immer mehr<br>und gingen dann langsam, aber sicher in einen sch\u00f6nen gepflegten Herbstregen \u00fcber. Die<br>Temperaturen sanken und man suchte nach M\u00fctze und einer zweiten Jacke. So machten wir<br>es uns unter dem Wohnwagenvordach bequem. Die ganze Nacht lang regnete es und auch<br>am Morgen tr\u00f6pfelte es immer noch auf das Wohnwagendach. Da hatte man keine Lust<br>aufzustehen. Beim Rausschauen stellten wir fest, dass Claudia und J\u00fcrgen nicht mehr da<br>waren. Sind wohl nach Hause gefahren. Allerdings entdeckten wir ihren Wohnwagen kurz<br>darauf am anderen Ende des Platzes. Bei dem Wetter prasseln nat\u00fcrlich nicht nur<br>Regentropfen auf das Wohnwagendach, sondern auch jede Menge Eicheln \u2013 und die<br>machen jedes Mal einen H\u00f6llenl\u00e4rm. Das war der Grund f\u00fcr eine schlaflose Nacht und ein<br>mehrfacher n\u00e4chtlicher Umzug. Zum Gl\u00fcck konnte hierbei der Mover unterst\u00fctzen.<br>Nach kurzer Beratschlagung entschlossen wir uns f\u00fcr die Befahrung der Sauer. Wegen des<br>Wetters und anderer Unw\u00e4gbarkeiten, wollten wir nur ab Seltz paddeln. Dabei spielte auch<br>eine Rolle, dass bei Autor\u00fcckholen noch im Super U Eink\u00e4ufe get\u00e4tigt werden sollten. Vor<br>der Kanutour stand aber noch eine kurze Diskussion \u00fcber die H\u00f6he der Fahrzeuge mit dem<br>m\u00fcrrischen F\u00e4hrmann von Plittersdorf. Dem machte das Wetter wohl auch keinen Spa\u00df und<br>so entschied er kurzerhand, dass er uns nicht mitnehmen wird. Wir wendeten und fuhren<br>notgedrungen \u00fcber die alte Eisenbahnbr\u00fccke bei Wintersdorf. Das Einsteigen ging schnell<br>und wir lie\u00dfen uns die bei ungew\u00f6hnlich flotter Str\u00f6mung die Sauer hinuntertreiben.<br>Zun\u00e4chst dachten wir, dass die Strecke eventuell zu kurz sein k\u00f6nnte, aber zwei Sekunden<br>sp\u00e4ter tauchte ein ordentliches Hindernis auf. Ein ausgewachsener Baum versperrte in einer<br>Kurve komplett die Durchfahrt und davor pulsierte ein schwieriges Kehrwasser. Nicht alle<br>trauten sich so nah heranzufahren, dass man sich durch das Geb\u00fcsch zw\u00e4ngen konnte. Drei<br>Boote wurden durch den dichten Auwald umtragen und das kostete Kraft und vor allem Zeit.<br>Die Bedenken, dass wir zu fr\u00fch wieder in Illingen sein k\u00f6nnten, verflogen schnell. Zum Gl\u00fcck<br>war dies die einzige Komplettsperrung. Bei den anderen Hindernissen konnte man sich<br>jeweils durchmogeln und so erreichten wir Munchhausen den Rhein.<br>Der f\u00fchrte ganz sch\u00f6n viel Wasser und die Buhnen erzeugten ordentlich Strudel und Wellen.<br>Da war Vorsicht angesagt. In schneller Fahr ging es vorbei an der M\u00fcndung der Murg zur<br>Einfahrt vom Goldkanal. Gerade als wir erleichtert dachten, das Schlimmste nun hinter uns<br>zu haben, setzte ein kr\u00e4ftiger Gegenwind ein. Gegen Wind, Wellen und Gischt k\u00e4mpften wir<br>uns zum Bootshaus und waren froh, als wir endlich am Ziel angekommen waren. Die hei\u00dfe<br>Dusche im Vereinshaus weckte unsere Lebensgeister wieder auf und der Regen hatte auch<br>aufgeh\u00f6rt. Eine Gruppe ging die Autos holen und zum Einkaufen und die anderen machten<br>den ger\u00e4umigen Ger\u00e4teschuppen gem\u00fctlich. Dort gab es Tische, St\u00fchle, Sp\u00fclbecken,<br>K\u00fchlschr\u00e4nke und ein Dach \u00fcber dem Kopf. Dort hinein h\u00e4ngten wir auch die tropfnassen<br>Paddelsachen.<br>Dann trafen auch Sabine und Andreas mit Enno und Frieda ein und kurz darauf Anna,<br>Tomas, Ida und Oskar. Mit den beiden Familien hatten wir eigentlich nicht mehr so 100%ig<br>gerechnet, aber wie Benjamin schon bemerkte, wir sind eben alle Hardcore\u0002Campingfreunde.<br>Tapfer bauten sie Zelt und VW-Bus Vorzelt auf und dann kam er wieder, der Regen. Wir<br>verzogen uns in den inzwischen kuscheligen Raum und warteten auf den Rest. Der kam bald<br>schwer beladen mit Baguette, Fromage, Chipolatas, usw. zur\u00fcck und es wurde ein langer<br>gem\u00fctlicher Abend. Nils z\u00fcckte sp\u00e4ter die Gitarre und es kamen die g\u00e4ngigen KCM\u0002Lagerfeuerlieder zu Geh\u00f6r. Da durfte Country Roads, \u00dcber den Wolken und Griechischer<br>Wein nicht fehlen.<br>In der Nacht wurde der Regen schw\u00e4cher und so kam f\u00fcr die geplante Fahrt am Sonntag<br>schon Optimismus auf, dass das Wetter schon irgendwie halten w\u00fcrde. Von den<br>Einheimischen wurde die s\u00fcdliche Runde \u00fcber den G\u00e4nsrhein empfohlen, da das problemlos<br>fahrbar sei. Wir stiegen in die Regenklamotten und legten los. Bei der ersten Umtragestelle<br>in die Murg war es noch trocken. Die Einfahrt in den G\u00e4nsrhein war aber gerade so<br>trockengefallen, so dass hier die zweite Umtragestelle bew\u00e4ltigt werden musste. Der Himmel<br>wurde zusehends dunkler und uns schwante schon etwas. Als wir wieder im Boot sa\u00dfen ging<br>es los. Erst ein Tr\u00f6pfeln, dann ein Prasseln. Die n\u00e4chste Umtragestelle in den See stand an,<br>denn auch hier fehlten einige Zentimeter. So war es auch an der n\u00e4chsten Stelle in den<br>Altrhein. Eigentlich nicht mehr so wichtig, denn wir waren inzwischen alle schon tropfnass.<br>Da fiel die letzte Umtragestelle am Damm beim Naturfreundeh\u00e4usel auch nicht mehr ins<br>Gewicht. Irgendwie hatte sich Routine eingestellt. Bei Plittersdorf bogen wir in den Rhein ein<br>und sausten bei Wahnsinnsstr\u00f6mung hinunter zum Goldkanal. Zum Gl\u00fcck war es windstill<br>und so ging es wesentlich z\u00fcgiger als am Vortag voran. Auch an diesem Tag war die hei\u00dfe<br>Dusche wieder herzlich willkommen.<br>W\u00e4hrend die Paddelsachen wieder im Aufenthaltsraum aufgeh\u00e4ngt wurden, beschloss<br>Petrus, die Regenst\u00e4rke nochmal so richtig zu erh\u00f6hen. Man kam kaum trockenen Fu\u00dfes ins<br>Bootshaus und langsam tr\u00f6pfelte es durch das Dach im Schuppen auf die Tische. Die<br>Gastwirtschaft beim Ruderclub ein paar Meter weiter, erreichten wir trotz zahlreicher Schirme<br>v\u00f6llig durchn\u00e4sst. Nach dem leckeren Essen dort auf dem R\u00fcckmarsch regnete es nat\u00fcrlich<br>wieder, oder immer noch ? Der Regen hielt auch die Nacht \u00fcber an. Am n\u00e4chsten Morgen<br>beim Fr\u00fchst\u00fcck dann bei den Zeltbesatzungen die ern\u00fcchternde Feststellung. Die trockenen<br>Klamotten sind alle. An Paddeln ist nicht mehr zu denken. Eine kleine Gruppe machte sich<br>dann aber trotzdem auf, zur n\u00f6rdlichen Runde nach Lauterburg und \u00fcber Illinger Althrein und<br>Illinger Baggersee zur\u00fcck zum Bootshaus. Lediglich eine Umtragestelle wartete da am Ende<br>des Baggersees. Und da war noch etwas Ungewohntes: der Regen hatte aufgeh\u00f6rt.<br>P\u00fcnktlich zum Abbau kam dann sogar die Sonne heraus und wir fuhren am Montag zur\u00fcck,<br>wie wir am Freitag hingefahren waren \u2013 bei Sonnenschein. Trotzdem war es eine gelungene<br>Fahrt mit vielen Eindr\u00fccken, egal ob auf dem Wasser oder beim Camping\u2026und bei sch\u00f6nem<br>Wetter kann`s ja jeder. Obwohl, bei der n\u00e4chsten Tour wird doch lieber wieder Sonne<br>bestellt.<br>M.W.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am Tag als der Regen kamAn diesem Tag, es war Freitag, der 30. 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